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Montag, 6. Oktober 2014

Bambu bebek (Ente in würziger Sauce)

Menge: 4 Portionen

    2 kg Ente; küchenfertig
      1    Pfefferkörner; evtl. mehr
           Salz
      1    Korianderkörner; evtl. mehr
      5    cm Zimtstange
      2    Zwiebeln
      6    Knoblauchzehen
      4    grüne Chilischoten
      3    grüne Paprikaschoten
           Öl zum Braten
      1    Galgantpulver
      1    Zitronengraspulver
      1    Ingwerpulver
    200 ml Tamarindensaft
      1    Lorbeerblatt; indonesisches
      1    Zitronenblatt
      2    Palmzucker; evtl. mehr


Die Ente waschen und überhängende Fett- und Hautlappen abschneiden. In einen
großen Topf legen und knapp mit kaltem Wasser bedecken.

Salz, Pfeffer, Koriander und Zimt hinzufügen und das Wasser zum Kochen
bringen. Dann die Hitze herunterschalten und die Ente 1 1/2 Stunden köcheln
lassen, sie dabei öfter wenden. Sie darf noch nicht gar werden.

Die Ente aus der Brühe nehmen, etwas abkühlen lassen und in Keulen,
Brustfleisch und Flügel teilen. Die Brühe entfetten und aufheben.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, den Knoblauch schälen und
durchpressen. Die Chilischoten entkernen und in dünne Ringe schneiden, die
Paprikaschoten waschen und würfeln.

Die Zwiebeln in etwas heißem Öl anbraten. Die Ententeile hinzufügen und
goldbraun werden lassen.

Knoblauch mit Galgant, Zitronengras und Ingwer zu einer Paste verrühren, in
die Pfanne geben und kurz mitbraten. Chilis und Paprikaschoten 2 Minuten
mitbraten.

Mit 100 ml Entenbrühe und auch mit dem Tamarindensaft aufgießen, Lorbeer-
und Zitronenblatt sowie den Palmzucker dazugeben, umrühren und zugedeckt in
ca. 30 Minuten vollends gar werden lassen.

Die Ententeile auf einer Platte anrichten, die Sauce evtl. noch einmal
entfetten und über die Ententeile gießen.


Pro Person ca. :    901 kcal

Pro Person ca. :   3768 kJoule

Zubereitungs-Z.: 2 1/2 Stunden

Sonntag, 5. Oktober 2014

Gewuerze und Kraeuter der indonesischen Kueche I

ASEM -
ist das zusammen geknetete Fleisch der reifen Frucht der Tamarinde
(Tamarindus indica). Es wird u.a. verwendet als "Weichmacher" fuer Fleisch
und Gefluegel. Auch viel verwendet fuer Fisch, um den penetranten
Fischgeruch zu verstecken. Ausserdem wird Asem anstatt Essig in vielen
Gerichten verwendet.
Wenn Asem nicht zu bekommen ist, kann man (vorsichtig!) auch Essig
verwenden.
DJURUK-PURUT-BLATT
ist das Blatt der Citrus hystrix, einer Zitronensorte mit kleinen, warzigen
Fruechten. Sowohl die Fruechte als das Blatt werden verwendet, bestimmte
Gerichte zu aromatisieren.
DJAHü
ist Ingwer (Zingiber officinale). Frischer Ingwer ist eigentlich
gegenwaertig ueberall zu kaufen.
DJINTEN
(Cuminum cyminum) ist Kuemmel. Er wird in der indonesischen Kueche immer
gemahlen verwendet.
GULA DJAWA
Javanischer Zucker, zubereitet aus dem Saft des Zuckerrietes und aus dem
Saft der Blumen vieler Palmensorten. Er ist dunkelbraun, sehr aromatisch
und in harten, runden Stuecken kaeuflich. Als Ersatz kann man braunen
Zucker nehmen.
KLAPPER
oder Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme. Von dem weissen Fruchtfleisch
der reifen Frucht macht man in Indonesien Oel. Das geraspelte
Fruchtfleisch, vermischt mit Wasser, wird ausgepresst und liefert eine
Fluessigkeit namens "Santen", das in der indonesischen Kueche als Milch
oder Rahm verwendet wird. Dieser Santen ist zu kaufen in Bloecken von ca.
250 g konzentrierter Kokosmilch unter dem Namen "Creamed coconut". Im
Kuehlschrank bewahrt bleiben die Bloecke sehr lange brauchbar. Om
Santen/Kokosmilch zu machen, loest man einen Teil des Blockes in kochenden
Wasser auf.
KENTJUR
Die Wurzel der Kaempferia galanga. Kentjoer hat einen ueberherrschenden
Geschmack und wird in Kombination mit anderen Kraeutern in kleinen Mengen
an bestimmten Gerichten zu gefuegt. Vorsicht mit der Dosierung!
KETJAP
Indonesische Sojasosse. Sie ist meistens dickfluessiger als die japanische
oder chinesische. Man kann aus drei verschiedenen Sorten waehlen: Suesse,
salzige und suess/salzige. Im allgemeinen wird die suesse Sosse verwendet.
KETUMBAR
(Coriandrum sativum), oder Koriander. Koriander wird, immer gemahlen, in
Kombination mit Djinten (Kuemmel) verwendet.
KUNJIT
Gelbwurzel (Curcuma domestica). Sie gibt den Gerichten nicht nur Aroma,
sondern auch eine schoene gelbe Farbe. Auch Koenjit wird gemahlen
verwendet.
KUTJAI
Einfacher Schnittlauch und allgemein bekannt.
KRUPUK
In Indonesien kennt man ca. 30 verschiedene Sorten. In Europa kann man
hoechstens 3 Sorten bekommen: Krupuk udang, hergestellt aus Mehl und
Garnelen, Krupuk palembang: hergestellt aus Mehl und Fisch und Krupuk
belindju, hergestellt aus der Belindjufrucht. Krupuk udang ist fertig
gebacken in Plastik verpackt zu kaufen. Trocken und sehr gut abgeschlossen
aufbewahren, sonst wird er zaeh!
LAOS
Die Wurzel der Alpinia galanga. Laos ist getrocknet und gemahlen
erhaeltlich. Sehr selten auch frisch. Gleicht aeusserlich dem Ingwer, hat
aber einen anderen Geruch und ein anderes Aroma.
LOMBOK
Frucht der Capsicum annuum, bekannter als spanischer Pfeffer. Zur
Verarbeitung immer Plastikhandschuhe gebrauchen, da das aetherische Oel des
Pfeffers auch nach dem haendewaschen auf den Haenden bleibt.
PETEHBOHNEN
Stark riechende Bohnen der Parkia speciosa. Erhaeltlich gepoekelt in
Glaeschen oder getrocknet in Plastik verpackt.
REBOENG
Bambussprossen. In Europa nur in Dosen erhaeltlich.
SALAM
Indonesischer Lorbeer (Eugenia polyantha). Das Blatt hat eine etwas
dunklere Farbe und schmeckt auch etwas anders als das europaeische Lorbeer.
Es kann aber durch dieses ersetzt werden.
SEREH
Zitronengras (Andropon nardus). Wird meistens in getrockneter Form
angeboten und wird im allgemeinen zusammen met dem Salam verwendet. Ist
frisch jedoch viel aromatischer!
TAOGü
Sind Sojabohnensprossen.
TAHOE
Dies wird hergestellt von Sojabohnenmehl. Kann ein paar Tage im
Kuehlschrank in Wasser aufbewahrt werden.
Wahrscheinlich dasselbe als Seitan.
TEMPü
Eine Art Kuchen von Sojabohnen, geimpft mit einer Schimmelart. Sehr
eiweissreich. Kann gebraten oder gekocht werden.
TERASSI
Wird aus getrockneten Garnelen hergestellt. Wird in viel Gerichten
verwendet. Sehr starker Geruch. Gut abgeschlossen aufbewahren!

Fisch mit Sambal

Menge: 4 Portionen

  500 g  Kabeljau
      5 tb Oel
      2    Zwiebeln, gewuerfelt
      1    Knoblauchzehe, fein ge-
           schnitten
      2 ts Sambal oelek
      2 tb Sojasosse
           Saft einer halben Zitrone



Den Fisch gut trocken tupfen und in Oel braun braten. Auf einen Teller
geben. Zwiebeln, Knoblauch und Sambal mischen und in dem heissen Oel
schmoren lassen, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Sojasosse und den
Zitronensaft dazu geben. Diese Sosse ueber den gebratenen Fisch giessen.

Erdnußsosse

Menge: 4 Portionen


  1 cn Erdnussbutter
      4 tb Oel
      6 tb Zwiebeln, gewuerfelt
      4    Knoblauchzehen
      4 ts Sambal oelek
      3 tb Zitronensaft
      3 ts javanischer Zucker oder
           brauner Zucker
           Sojasosse
      3 ts Ketumbar
      2 ts Djinten


Zwiebeln, Knoblauch, Sambal oelek und Zucker zusammen mit einem Purierstab
fein mahlen. In dem Oel duensten, bis die Zwiebeln gelblich sind. Dann die
Erdnussbutter dazu geben mit den uebrigen Gewuerzen. Alees zu einer
homogenen Masse ruehren. Langsam mit Wasser verduennen, bis eine dickliche
Sosse entstanden ist. Zum Schluss einen guten Schuss Sojasosse dazu geben.

Soto Ajam

Menge: 4 Portionen

   1    Suppenhuhn
      3    Knoblauchzehen
      1    kleine Zwiebel
      1 ts Djahe (Ingwer), gemahlen
      1 ts Kunjit (Gelbwurzel) gemahlen
      1 ts Laos(Galanga), gemahlen
      1 ts Sereh (Zitronengras)gemahlen
      1    Daon Salam oder Lorbeerblatt
           Sojabohnensprossen
           Porree
           Blattsellerie
           Pfeffer
           Salz
           Sonnenblumenoel



Das Huhn in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Inzwischen
Zwiebel,Knoblauch, Ingwer, Gelbwurzel, Galanga und Zitronengras fein
mahlen. Diese Mischung in etwas Oel anbraten und zu dem koechelndem Huhn
geben. Noch eine zeitlang koecheln lassen. Dann das Huhn aus der Bouillon
holen und von Knochen und Haut befreien. In kleine Stuecke schneiden. Die
Bouillon abschmecken mit (viel) Salz und Pfeffer.
Die Sojabohnensprossen eine zeitlang unter heissem Wasser spuelen. Den
Porree sehr fein schneiden (ungefaehr eine handvoll). Sellerieblaetter auch
feinschneiden (ungefaehr 5 Essloeffel). Porree und Sellerieblaetter in die
Bouillon geben und mit Reis oder Lontong servieren.
Extra Zutaten:
- kleine Wuerfel beinahe gar gekochte Kartoffeln (Kentang)
- chinesische Nudeln "Su-Un" (ganz duenne weiss-glasige Draehte, die gar
  sind, wenn man sie 10 Min. in heissem Wasser einweichen laesst)
- beim Servieren der Suppe eine Scheibe Zitrone dazu geben
- vor dem Servieren bestreuen mit gebratenen Zwiebeln und einem halben
  hartgekochtem Ei
- bestreuen mit klein geschnittenem Schnittlauch.

Semur von Solo mit Huhn

Menge: 4 Portionen


   1    Suppenhuhn oder
      3    Haehnchen-Bruststuecke
      1    Zwiebel
      6    Knoblauchzehen
      6    Pfefferkoerner
    1/2    Zimtstange
      2    Daon Salam oder Lorbeerbl.
      1 tb Ketumbar
    1/2 tb Djinten
      1 ts Trassi
      1 ts Gula Jawa
      2 tb Assem-Wasser
    200 ml Santen
           Salz
      6    Nelken
      1    Stueckchen Muskatbluete


Das Huhn (Filet) in Stuecke schneiden und in einem grossen Topf unter
Wasser setzen. Salz zufuegen. Zwiebel und 4 Knoblauchzehen fein schneiden
und zusammen mit den Pfefferkoernern, den Nelken,dem Zimt und dem Daon
Salam in das Wasser geben. Das Huhn darin koecheln lassen (auf sehr
niedriger Flamme) bis das Wasser bis auf die Haelfte eingekocht ist.
Die uebrigen 2 Knoblauchzehen mit dem Ketumbar, Djinten, Trassi und Gula
Jawa uleken und diesen Bumbu schmoren in etwas Oel. Das Ganze loeschen mit
dem Assem-Wasser. Kaltstellen.
Das gare Huhn mit dem Bumbu wieder schmoren. Aufpassen, dass der Bumbu
nicht anbrennt! Santen dazu und etwas von der Huehnerbouillon. Ein Weilchen
schmoren lassen. Wenn noetig noch etwas Bouillon dazu geben.
Sehr lecker! In vielen Gerichten ist die Kombination suess/salzig zu
schmecken. Das ist eins der Geheimnisse der indonesischen Kueche: es macht
das Suesse noch suesser und das Salzige noch salziger...

Semur Djawa (Rindfleisch aus Java)

Menge: 4 Portionen


  500 g  Rindfleisch, nicht so mager
      3 tb Oel
    250 ml Wasser
      2 tb Zwiebelwuerfel
      3 tb Sojasoße
      1 ts Sambal oelek
      1 ts Laos
           Pfeffer
           Salz
           Muskatnuß
           Saft einer halben Zitrone
      1    Lorbeerblatt


Das Fleisch in grobe Stuecken schneiden. Mit Pfeffer, etwas Salz und
Muskatnuß bestreuen. In das kochende Wasser geben, zusammen mit den
Zwiebeln, dem Sambal, dem Laos und dem Lorbeerblatt. Auf kleiner Flamme
kochen lassen, bis das Fleisch weich ist, aber nicht aus einander fällt.
Das Fleisch in dem Oel braun braten. Das Bratfett loeschen mit dem
Fleischsud und Sojasoße und Zitronensaft hinzufuegen.
Natuerlich mit Reis servieren.

Semur Daging Tomate

   250 g  Rindfleisch, mittelgrosse
           Wuerfel
      7    Tomaten, mittelgross
    3/4 c  Bouillon
           Sambal Manis
           Salz
           Pfeffer
           Muskatnuss
           etwas Ketjap Manis (Sojasoss

Das Fleisch wuerzen mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss und braun braten. Die
Tomaten klein schneiden und zu dem Fleisch geben. Die heisse Bouillon und
den Ketjap dazu geben. Das ganze gar koecheln lassen. Das Ganze bekommt
eine tiefdunkele Farbe. Die gewuenschte Menge Sambal zufuegen. Evtl. noch
Wasser dabei geben, wenn die Sosse zu dick geworden ist und das Fleisch
noch nicht gar genug ist. Evtl. auch noch Ketjap dazu, wenn die Sosse noch
nicht dunkel genug ist.  Aber vorher probieren! Der frisch-saeuerliche
Geschmack der Tomaten sollte erhalten bleiben!

Wenn man die Tomaten ersetzt durch 2 gewuerfelte Zwiebeln, erhaelt man
"Daging Brambang" - ein etwas anderes Gericht.

Sambal Goreng (Basis)

Menge: 4 Portionen

    3 tb gewuerfelte Zwiebel
      1    Knoblauchzehe
      1 ts Sambal oelek
      1 ts Laos (getrocknet + gemahlen)
           (Wurzel von der Alpinia
           galanga)
      1 ts brauner Zucker
      1 ts Zitronengras (Andropogon
           nardus) getrocknet + gemahle
      1    Lorbeerblatt
    150 ml Kokosmilch
    250 g  Gemuese

Zwiebeln, Koblauch, Sambal, Laos, Zitronengras und braunen Zucker mit einem
Puerierstab fein mahlen. In etwas Oel auf kleiner Flamme ca. 4 Min.
schmoren. Regelmaessig umruehren. Das Gemuese dazu geben und noch ein paar
Minuten mit schmoren lassen. Eine Tasse Wasser und die Kokosmilch dazu und
köcheln lassen bis das Gemuese beinah gar ist. Es sollte noch etwas Biß
haben.
Fuer diesen Sambal Goreng kann man das folgende Gemuese verwenden:
250 g gruene Bohnen oder
250 g Kohlsorten (Weiss-, Savooi-, Spitz- oder Blumenkohl) oder
250 g Poree oder
250 g Tomaten oder
250 g Paprika (gruen und rot - schmeckt sehr gut!!!) oder
250 g Mais (frisch oder aus der Dose).

Sambal Daging

Menge: 2 Portionen

  250 g  Rindfleisch, in kleine
           Stuecke geschnitten
      1    Zwiebel
      5    Knoblauchzehen
           Sonnenblumenoel
      1 ts Trassi
      1    Stueck javanischen Zucker
    1/2 ts Laos (Galanga), gemahlen
      1 ts Salz
      2    Djuruk Purut Blaetter
           (siehe 3. Teil - Gewuerze)
      2    Salam Blatt oder Lorbeerblat
  1 1/2 ts Sambal ulek
           Trassiwasser = 1 Essl.Trassi
           in heissem Wasser aufloesen
      1 tb Assemwasser


Zwiebel, Knoblauch und Sambal fein mahlen (uleken). Dannach Trassi,
Galanga, Salz und javanischen Zucker hinzu fuegen und nochmals mahlen.
Diesen Bumbu (Gewuerzmischung) schmoren und dann das Fleisch dazu geben.
Lorbeerblatt, Djuruk Purut, Assem- und Trassiwasser dazu geben und langsam
koecheln lassen bis das Fleisch gar ist. Evtl. noch etwas Wasser dabei,
wenn es zu trocken wird. Das Gericht sollte eine gelb-braune Farbe haben.

Roti Kukus

 300 g  Mehl
      1 pk Backpulver
      3    Eier
    100 ml Milch
    300 g  feiner Zucker

Den Kukusan oder Reisdaempfer mit Wasser und dem oberen Topf aufsetzen. Ein
sauberes Tuch (Leinen oder Baumwolle) in den oberen Topf platzieren, so
dass die Ecken ueber den Topf nach aussen haengen. In das Tuch ein grosses
Stueck Backpapier falten, und zwar so, dass der Teig da hinein passt.
Dafuer sorgen, dass das Wasser kocht. Das Backpapier wird dann weich und
laesst sich besser falten.
Einen Teig fabrizieren mit dem Mehl, dem Zucker, den Eiern und der Milch.
Der Teig muss zaeh reissend vom Loeffel fallen. Evtl. noch etwas Milch
hinzufuegen. 3/4 des Teiges auf das Backpapier im Topf geben. Den anderen
Teil mit etwas Kakao (nach Geschmack) vermengen und dann !in die Mitte! des
sich bereits im Topfe befindlichen Teiges deponieren. Den Deckel auf den
Topf und die 4 Enden des Tuches ueber dem Deckel falten/knoten. Aber
aufpassen, dass das Tuch nicht entflammt! Jetzt muss der Teig 45 Min.
gedaempft werden. Darauf achten, dass genug Wasser im Topf ist! Den Deckel
geschlossen halten.
Der Grund warum der Teig genau in die Mitte des hellen Teiges platziert
werden muss, ist der folgende. Der Teig mit dem Kakao ist etwas schwerer
und sinkt waehrend des Daempfens nach unten. Nun wird das Unterste schon
wieder erhitzt durch den Dampf und stroemt der Kakaoteig ueber die
Aussenseite wieder nach oben. Das Resultat ist eine schoene "Locke"
dunkelen Teiges, wenn man den Roti anschneidet.
Dies ist ein Basisrezept. Andere Moeglichkeiten sind auch moeglich. Z.B.
Die Milch ersetzen durch Mineralwasser, oder Vanillezucker dazu nehmen. Man
kann auch Kokos durch den Teig mischen. Bitte experimentieren!

Prikadel Smoor

 500 g  Gehacktes
      1    altes Broetchen in Milch ein
           geweicht
      2    Eier
           Pfeffer
           Salz
           Muskatnuss, gerieben
      2    Zwiebeln oder Schalotten
           Ketjap Manis (Sojasosse)
           Wasser

Das Gehackte mit dem (ausgedrueckten) Broetchen, den Eiern, Pfeffer, Salz
und Muskatnuss mengen und gut durchkneten. Wenn die Mischung zu feucht
bleibt, etwas Paniermehl dazu geben. Kleine Baellchen (4 cm) formen. Die
Baellchen in einer Ofenschale mit etwas Butter in einem maessig heissen
Ofen braten. Wenn die Baellchen beinahe braun und gar sind, die
gewuerfelten Zwiebeln dazu tun und mitbraten lassen. Loeschen mit Ketjap
und etwas Wasser. Vor dem Servieren die Sosse binden mit etwas Maizena oder
Kartoffelmehl.

Prikadel Jagung

Menge: 4 Portionen

    1 cn Mais (= Jagung), klein
      1    Ei (= Telor)
      1 tb Koriander (Ketumbar), ge-
           mahlen
      2    Knoblauchzehen
           Zucker, Salz nach Geschmack
           etwas Petersilie
           etwas Mehl
    1/4 ts Backpulver
           Oel

Den Mais (Feuchtigkeit aufheben) leicht uleken oder mit einer Gabel fein
machen zusammen mit den Gewuerzen. Zucker und Salz dazu (man muss beides
schmecken koennen!). Danach das Ei, Feuchtigkeit vom Mais und die
Petersilie dazu geben. Alles gut vermengen und das Mehl mit dem Backpulver
zufuegen. Den daraus entstandenen Teig nochmals abschmecken und evt. noch
Zucker und Salz zugeben. Das Oel erhitzen und aus der Mischung mit zwei
Essloeffeln Baellchen formen und in das Oel geben. Die Baellchen auf
Kuechenpapier legen und warm servieren. Man kann das Ganze evt. in der
Mikrowelle aufwaermen. Den Gaesten auch noch was uebrig lassen!

Petjel Manga Mudah

     3    kleine Mango
      2    Knoblauchzehen (Bawang Putih
      1    Zwiebel (Bawang merah)
           gewuerfelt
      2    rote Lombok
      4    Kemirie
      1 ts Trassi
    100 ml Santen
           Salz

In einem eheren Rezept habe ich schon mal etwas ueber die Kombination
verschiedener Geschmacksrichtungen gesagt. Dieses Rezept hat sie alle.
Suesse Mango mit leichter salziger Sosse aus Santen mit einem leicht
scharfen Nachgeschmack. Herrlich!
Die Mango's enthaeuten (evtl. erst heisses Wasser drueber giessen) und das
Fruchtfleisch in Stueckchen schneiden. Diese in eine Schale legen.
Kemirie's, Zwiebel, Lombok, Knoblauch und Trassi uleken und diesen Bumbu in
einen kleinen Topf geben zusammen mit dem Santen. Langsam erhitzen und
etwas Salz dazu geben. Warten bis die Sosse etwas eingedickt ist und die
Sosse dann ueber die Mangostuecke giessen. Etwas ziehen lassen.

Pikanter Tofu fritiert

Menge: 4 Portionen

  375 g  Tofu im Block
     80 g  Reismehl
      2 ts Koriander gemahlen
      1 ts Kardamom gemahlen
      1    Knoblauchzehe; zerdrueckt
    125 ml ; Wasser
           Oel; zum Fritierern

  Tofu abtrocknen, in 1 cm dicke Streifen schneiden.

  Reismehl, Koriander, Kardamom und Knoblauch mit Wasser uebergiessen
  und gut verruehren.

  Oel zum Sieden bringen, Tofustreifen durch Eintunken dick mit der
  Gewuerzmischung ueberziehen.

  Mit dem Schaumloeffel jeweils drei Tofustreifen ins siedende Oel
  senken und bei mittlerer Hitze jede Seite etwa eine Minute lang
  fritieren, bis der Tofu rundum knusprig und goldbraun ist. Abtropfen
  lassen.

  H I N W E I S : Tofu ist in allen asiatischen Lebensmittelgeschaeften
  und auch in Reformhaeusern erhaeltlich. Tofu kann mit gebratenem
  Gemuese und jeder gewuenschten Sauce serviert werden, da er
  geschmacksneutral ist.

Bami Goreng a la Jens I

Hardware


    200 g  Mi-Nudeln
    200 g  Huehnerbrust
      1    rote Paprika
      1    Moehre (mittelgross)
      1    Fruehlingszwiebeln

Wuerzsauce


      3 tb Soja-Sauce
    150 ml Boullion (etwas staerker
           -alsnormal !)
      1    Garam-Masala (gehaeufter TL)
  etwas    Chili-Pulver
      1    Kreuzkuemmel

Beilagen


      1    Banane
      2    Eier (mindestens)


Einleitung        :
Von Bami-Goreng gibt es massenweise Rezepte. Diese Variante habe ich mir
selbst ausgedacht. Mittlerweile ist insbesondere die weiter unten notierte
Marinade von Bedeutung. Aber auch auf die Banane und die Spiegeleier
verzichte
ich ungerne.

Zubereitung       :
Huehnerbrust in mundgerechte Stuecke schneiden, mit Pfeffer und Salz
wuerzen,
in Speisestaerke waelzen, anbraten und herausnehmen.

Paprika und Moehre wuerfeln, die Fruehlingszwiebeln in Ringe schneiden.
Moehren anbraten, nach kurzer Zeit die Paprika hinzufuegen. Etwa 5 Minuten
weiterbraten.
Nudeln und Fleisch zugeben.

Boullion, Soja-Sauce, Garam-Masala, Chili-Pulver, Kreuzkuemmel verruehren
und
unter das Gemisch mengen.
Die Nudeln muessen dunkel geworden sein. Unbedingt abschmecken.

Die Bananen (je reifer sie sind, desto besser !) auf das Gemisch legen und
mitduensten.
Deckel auf den Wok oder die Pfanne.

Die Eier als Spiegeleier zu dem Bami Goreng essen.

Varianten:

Variante 1: Anstatt die Banane mitzuduensten kann man sie auch in Scheiben
schneiden und kurz
auf einer Seite anbraten.Dafuer duerfen allerdings nur feste Bananen benutzt
werden.


Variante 2: Ich habe in einem Asia-Laden eine sehr gute Paste entdeckt, die
ich statt Pfeffer
und Salz zum Wuerzen des Fleischs nutze. Es ist ein franzoesisches Produkt
namens "Carry Vinday".
Es enthaelt Kreuzkuemmel, 5-Gewuerz-Pulver, Senf, Knoblauch, Essig und
anderes.
Man reibt damit das Fleisch vollstaendig ein. Da diese Paste eine gewisse
Grundschaerfe besitzt,
sollte vor dem Wuerzen mit Chili-Pulver abgeschmeckt werden.

Atjar Nanas

  1    frische Ananas
           einige Nelken
           einige Pfefferkoerner
           Zucker nach Geschmack
    750 ml Essig


Die Ananas schaelen und das Mittelstueck entfernen. In Stueckchen schneiden
und in jedes Stueck eine Nelke stecken. Die Stuecken in ein Glas mit
Schraubdeckel geben. Den Essig mit Salz und Zucker (man muss beides noch
schmecken koennen) aufkochen und so heiss wie moeglich auf die Ananas
giessen. Aber aufpassen, dass die Glaeser nicht springen! Pfefferkoerner
dazu geben. Glaeser schliessen und auf dem Kopf stehend abkuehlen lassen.

Atjar Ketimun

Menge: 4 Portionen

   2    grosse Gurken
      2    Knoblauchzehen
      1 tb Oel
      2    spanische Pfeffer
    1/4 ts Ingwer, gemahlen
    1/2 ts Gelbwurzel, gemahlen (Kunjit
      1 ts Laos (Galanga), gemahlen
    750 ml Essig
           etwas Salz
           etwas Zucker (beides in
           gleichen Teilen)


Die Gurken waschen und der Laenge nach vierteilen. Eine Nacht in Salzwasser
legen. Am naechsten Tag abtrocknen und in Stuecke schneiden. Den Ingwer,
den Kunjit, den Laos und den Knoblauch feinreiben (uleken). In dem Oel gar
schmoren und mit dem Essig loeschen. Kurz aufkochen und den Zucker und das
Salz dazu geben. Man muss das Suesse als auch das Salzige noch schmecken
koennen. Die Gurkenstueckchen sofort dazu geben (nicht mehr kochen
lassen!). Als letztes die spanischen Pfeffer klein schneiden und zufuegen.
Den Atjar in Glaesern mit Schraubdeckeln fuellen und ca. 10 Min. auf dem
Kopf stehend abkuehlen lassen.

Ajam Smoor - Geschmortes Huhn

Menge: 4 Portionen

 500 g  Huehnerfluegel oder anderes
           Huehnerklein
      1    Zwiebel, gross
      5 tb Ketcap Manis
           Sonnenblumenoel
      4    Nelken
      2 tb Muskatnuss
           Wasser
           Salz und Pfeffer
           Kartoffelmehl zum Binden
      1    Stueckchen Muskatbluete


Das Huehnerklein salzen, pfeffern und mit Muskatnuss einreiben. Anbraten in
Oel. Inzwischen die Zwiebel wuerfeln und dazu geben. Wenn das Huehnerklein
braun und knusperig ist (aufpassen, nicht die Zwiebel verbrennen lassen!),
loeschen mit Wasser und Ketcap. Dann die Nelken und die Muskatbluete dazu
geben. Einkochen
lassen, bis das Fleisch gar ist. Evtl. die Sosse binden mit dem
Kartoffelmehl.
Dieses Gericht schmeckt am Besten, wenn man es am Tag vorher zubereitet!

Ajam Goreng (Haehnchen)

Menge: 4 Portionen

   500 g  Gefluegelteile (Haehnchen)
      1    Zitrone
      3 ts Sambal oelek
      5 ts Zwiebelpulver
      2 ts Knoblauchpulver
    200 ml Sojasosse

Alle Zutaten mischen. Die Gefluegelteile in eine feuerfeste Schale legen
und mit der Marinade uebergiessen. Ca. 2 Std. marinieren lassen. Mit
Alufolie abdecken und im Ofen auf 200 Grad C ca. 80 Min. garen lassen. Die
letzten 10 Min. Alufolie abnehmen und schoen knusprig braun werden lassen.
Aber aufpassen, es kann leicht verbrennen!